Salvatorschule in Nazareth

Sr. Klara Berchtold ist seit 57 Jahren in Israel. Sie erzählte uns sehr eindringlich, warum es so wichtig ist, daß wir sie durch unsere BGHDUS-Stiftung unterstützen.

Sr. Klara kam im Alter von 22 Jahre ins Hl. Land in Nazareth ist sie nun seit 29 Jahre tätig und hat in diesen Jahren die Schule wesentlich weiter mit aufgebaut. Zusammen mit einer einheimischen Leien- Schuldirektion die seit 1999 die Schulleitung übernommen hat und sehr professionell die Schule weiter führt, ist Sr. Klara von Seiten des Ordens mit die Verantwortliche

Wichtig zu wissen ist, daß es in Israel nur einen Schulabschluß, vergleichbar mit unserem Abitur, gibt. Ohne den Abschluss in der 12. Klasse können die jungen Leute auch keine offizielle Handwerkerausbildung machen, was hier sowieso sehr mangelhaft ist, nicht wie z.B. in Deutschland. Und Berufsausbildungen im Sinne, wie wir sie in Deutschland kennen, gibt es auch nicht. Man lernt ein Handwerk lediglich bei seinem Vater u.ä.; dafür gibt es werder eine Prüfung, noch einen Abschluß.

Die Salvatorianerinnen habe sich zur Aufgabe gemacht, allen Bevölkerungsschichten, egal welcher Herkunft, Religion oder welchen Standes, Bildung und Erziehung zu ermöglichen. Alle Bevölkerungsschichten und Religionen sollen hier gemeinsam in Frieden wachsen und zusammenwachsen dürfen. Sie nehmen jedes Kind an, ohne jede Vorbedingung, egal ob arm oder reich. Die Kinder kommen mit dem 4. – 18. Lebensjahr zu uns. Die Schülerzahl liegt ca. bei 1500 , mehr können wir auf keinen Fall aufnehmen, obwohl die Nachfrage sehr, sehr groß ist. Die Vielfalt und das Bevölkerungsspektrum stellt eine enorme Herausforderung 3) eine enorme Herausforderung für das Pädagogen Team und Ordensschwestern dar.

Sr. Klara Berchtold

Und sie sind erfolgreich. An den öffentlichen Schulen bestehen durchschnittlich 50 % den Schulabschluß. Bei den Salvatorinnen liegt die Bestehensquote bei 94 %. Davon bekommen 30% vom Erziehungsministerium eine Auszeichnung mit Exzellent! Ein echter Gewinn für die Menschen, insbesondere für die arme Bevölkerung.

Politischerseits gibt es Bestrebungen, die privaten und ordensgetragenen Schulen den örtlichen Behörden unterzuordnen und letztendlich staatlich einzuverleiben. Das wäre das Ende der privaten Schulen.

Um dieses Ziel zu erreichen wurde seitens der politisch Verantwortlichen u.a. der jährliche finanzielle Zuschuß in den letzten drei Jahren von 75 % auf 34 % gesenkt. Wenn die Schulen sich nicht mehr tragen könnten und ihre Eigenständigkeit tatsächlich aufgeben müßten, würde das für die Christen bedeuten, daß sie keine Möglichkeit mehr hätten Ihre Kinder christlich erziehen zu lassen. Wissenswert ist: Damit Christen überhaupt eine Anstellung oder Anschlußstudium bekommen können, müssen Sie besser sein und mehr leisten, als die einheimischen Bevölkerungsgruppen. Letztendlich würde der Verlust der Unabhängigkeit der Schulen dazu führen, daß die letzten 2 % Christen das Heiligen Land auf kurz oder lang verlassen und auswandern würden, weil ihre Kinder und Kindeskinder in Israel nunmehr garkeine Perspektive hätten. Kaum vorzustellen, welche Folgen das für das Heilige Land, die Heiligen Stätten und letztendlich für die gesamte Christenheit hätte.

Sr. Klara stufte die aktuelle Situation als „sehr kritisch“ ein und bat eindringlich alle verantwortlich zeichnenden Menschen und insbesondere die Christen in aller Welt und somit auch uns als BGHDUS-Stiftung, ihre Schule in Nazareth finanziell zu unterstützen.

Aus diesem Grunde schlage ich vor, diese Schule als weiteren Vorschlag in die Förderprojekte aufzunehmen.

Sr. Klara Berchtold
Sr. Klara Berchtold